Samstag, 29. April 2017

[Rezension] Elisabeth Büchle - Unter dem Sternenhimmel



Leseprobe




Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
Verlag: Gerth Medien (29. August 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3957341353
ISBN-13: 978-3957341358
Größe und/oder Gewicht: 13,4 x 2 x 21,6 cm

Inhalt gem. Amazon:
Noa erhält endlich die Chance, ihren großen Traum zu verwirklichen. Sie eröffnet in Freiburg ein Café mit Bücher- und Dekoshop. Alles läuft prima an, und Noa hofft, dass sie endlich eine Heimat gefunden hat. Doch dann wird sie von ihrer Vergangenheit eingeholt. Erneut muss sie gegen die Schatten ankämpfen, die sie hinter sich gelassen zu haben glaubte ...

Der Schreiner Jonas hilft Noa bei der Einrichtung des Cafés in der alten Stadtvilla und fühlt sich bald sehr zu ihr hingezogen. Aber irgendetwas an Noa ist seltsam und beunruhigt ihn. Wer ist diese Frau, für die seine Freunde Chiara und Florian so viel riskiert haben?

Zum Buch:
Noa hegt schon seit langer Zeit einen Traum. Sie möchte gern ein Café eröffnen, in dem man Bücher kaufen kann, Dekoartikel und auch Blumen.
Aber so wie es aussieht, wird es wohl ein Traum bleiben, denn von den Banken bekommt sie zwecks einer Finanzierung nur Absagen. Sie hat nicht die finanziellen Mittel, um es ohne deren Hilfe zu schaffen.
Auch als sie ihren letzten Versuch bei einer Bank startet, rechnet sie nicht wirklich mit einer Zusage. Sie trifft dort in der Bank auf Chiara, der sie vor einem Jahr schon einmal bei einer anderen Bank begegnet war. Damals konnte Chiara ihr nicht helfen, aber da diese die junge Frau leid tat und sie ein absoluter Optimist ist, gibt sie Noa eine etwas ungewöhnliche Chance.

Chiara und deren Freund Florian unterstützen Noa und helfen ihr auch bei der Vermittlung von Handwerkern. Ein Allround-Genie auf diesem Gebiet ist ein Freund von ihnen, Jonas. Der ist begeistert von der Idee, die Noa umsetzen will und übernimmt sehr gern die Aufträge.
Obwohl Noa und Jonas sich zueinander hingezogen fühlen, ist Jonas skeptisch, was Noa betrifft. Aus einem ihm selbst nicht erklärlichen Grund hat er ein ungutes Gefühl, denn im Grunde genommen ist sie für Chiara eine Fremde. Eine Fremde, der sie unglaublich entgegenkommt und Vertrauen entgegenbringt. 
Aber warum gibt Noa so gar nichts von ihrer Vergangenheit preis? Was hat sie zu verbergen und wer verbirgt sich hinter der Person Noa?

Dann kommt der Tag, an dem die Vergangenheit Noa einholt...

Nachdem ich von dem ersten Teil "Unter dem Polarlicht" so begeistert war, musste ich nicht lange überlegen, ob ich auch Teil 2 lesen will. Ich wollte.
Nachdem ich im Teil 1 die Geschichte von Chiara und Florian lesen konnte, freute ich mich umso mehr, dass die beiden Protagonisten wieder mit am Ball sind, wobei Florian eher im Hintergrund agiert und nicht ganz so präsent wie Chiara ist.

Chiara weiß noch ganz genau wie es ist, ohne Hoffnung und eine Chance dazustehen. Sie nimmt sich Noa an, als diese bei ihrer Bank um einen Kredit bittet. Für Chiara ist es ebenfalls ein Wendepunkt in ihrem Leben, denn durch Noa sieht sie genau, was auch sie eigentlich will.

Noa ist Feuer und Flamme und stürzt sich regelrecht in die Arbeit, aus dieser Villa genau das Café zu schaffen, das sie sich vorstellt. Sie verlässt sich nicht nur auf den Schreiner Jonas, sondern packt beherzt selbst mit an. Sie mag es zuzusehen, wie sich langsam und Schritt für Schritt ihr Traum erfüllt.
Sie mag Jonas, aber da ist noch ihre Vergangenheit, die sie nicht loslässt und die sie nicht an eine Zukunft glauben lässt. 

Dieser zweite Teil ist wie schon Teil eins eine wunderschöne Geschichte, die nicht nur in der Weihnachtszeit spielt, sondern die auch den Leser berührt.
Noa, der es stark an Selbstvertrauen fehlte, macht mit der Zeit eine Wandlung durch. Sie war ein Einzelgänger und hat jetzt Freunde, auf die sie sich verlassen kann, die ihr zur Seite stehen.

Durch den bildhaften Schreibstil der Autorin hat man als Leser keine Mühe, sich das Café und die anderen Örtlichkeiten vorzustellen. Man ist mittendrin und bei allen Aktionen dabei. 
Noa ist eine Protagonistin, die man einfach mögen muss. Sie hat etwas an sich, dass man das Gefühl hat, man müsste sie in den Arm nehmen und vor der Welt beschützen.

Es ist eine Geschichte zum Träumen, in der der Glaube an Gott genau so eine Rolle spielt wie der Glaube an sich selbst und seine Freunde.
Ein Buch, bei dem man die Seele baumeln lassen kann. Man entspannt beim Lesen und kann die Geschichte einfach auf sich einwirken lassen.
Ein wunderschönes Buch und das nicht nur zur Weihnachts- / Winterzeit.

Reiheninfo:
Teil 1: Unter dem Polarlicht
Teil 2: Unter dem Sternenhimmel 

Bewertung:


Zur Autorin:
(Text übernommen von GerthMedien)

ELisabeth Büchle hat zahlreiche Bücher veröffentlicht. Ihr Markenzeichen sind gründlich recherchierte Romane, für die sie schon mehrfach ausgezeichnet wurde. Mit ihrem Mann und den fünf Kindern lebt sie im süddeutschen Raum. www.elisabeth-buechle.de








Von Elisabeth Büchle wurden gelesen und rezensiert:
 


An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag


bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Donnerstag, 27. April 2017

[Rezension] Karen Swan - Winterküsse im Schnee



Leseprobe




Eckdaten:
Taschenbuch: 512 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (19. Oktober 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442483794
ISBN-13: 978-3442483792
Originaltitel: Christmas in the Snow
Größe und/oder Gewicht: 11,6 x 3,8 x 18,8 cm

Inhalt gem. Goldmann:
Karrierefrau Allegra hat keine Zeit für Romantik. Doch das Fest der Liebe macht seinem Namen alle Ehre ...

Weihnachtszeit in London: Die Stadt funkelt, unter den Sohlen knirscht der Schnee – doch Allegra Fisher hat nur einen Wunsch: dass die Feiertage schnell vorübergehen. Die Karrierefrau arbeitet an einem Riesendeal und hat keine Zeit für das »Fest der Liebe«. Als im verschneiten Zermatt eine alte Berghütte entdeckt wird, kann Allegra kaum glauben, dass der Fund etwas mit ihrer Familie zu tun haben soll. Gemeinsam mit ihrer Schwester Isobel fliegt sie in die Schweiz – und mit der Reise und ihrem attraktiven Konkurrenten Sam nimmt Allegras Leben eine neue Wendung. Vielleicht wird es doch ein Fest der Liebe ...

Zum Buch:
Allegra Fisher hat es geschafft. Sie hat nicht nur Fuss gefasst in der Domäne der männlichen Finanzwelt, sie hat es sogar recht weit nach oben geschafft. 
Sie ist eine Workaholic schlechthin. Privatleben existiert so gut wie gar nicht, ihre Freizeit, so sie welche hat, verbringt sie am liebsten auch noch in der Firma.
Nun steht ein großer Deal für sie an, den sie mit einem Chinesen abschließen soll. Die Besprechung mit ihm findet in der Schweiz statt. 
Auf dem Flug dorthin trifft sie im Flieger auf den attraktiven Sam. Die Bekanntschaft mit ihm endet nicht viel später mit einem One-Night-Stand.
Sie dachte, sie würde ihn nie wieder sehen... was für ein Irrtum. Zu ihrem Pech wird dieser Sam ihr neuer Kollege, der zudem auch noch einen besonderen Draht zu dem Chinesen hat und ihr größter Konkurrent wird.

Allegra hat eine Schwester, Isobel, die das ganze Gegenteil von ihr ist. Sie hat im Gegensatz zu Allegra eine Familie und lebt das Familienleben voll aus.
Auch wenn die beiden unterschiedliche Leben führen, verstehen sie sich sehr gut.
Da bekommt Allegra eines Tages die Nachricht, dass in den Schweizer Bergen in einer versteckten Berghütte scheinbar die Überreste ihrer Großmutter gefunden wurden. Diese sollen dort seit 50 Jahren im Eis verschollen gewesen sein. Aber das kann nicht sein, denn Allegra und Isobel kannten ihre Großmutter, oder etwa nicht?
Wen kann man fragen und Antworten bekommen? Ihre Mutter lebt mit Alzheimer in einem Heim und die Tage, an denen sie ihre Töchter gar nicht mehr erkennt, werden immer mehr.
Da hilft nur eins, gemeinsam mit Isobel in die Schweiz fliegen und den Dingen auf den Grund gehen.
Als wenn das nicht genug Aufregungen sind, befinden sich dort vor Ort ausgerechnet auch noch Sam und der Chinese. Eine vertrakte Situation... 

Karen Swan ist mir bekannt mit ihren Weihnachts- / Winterromanen. So fällt auch dieser in diese Zeit, er spielt im Winter und endet Weihnachten. Als Kulisse dienen hier die Schweizer Alpen, traumhaft schön und schon zum Träumen vorprogrammiert.

In diesem Roman jedoch geht es nicht nur um eine Liebesgeschichte, sondern auch um ein Familiengeheimnis, welches gelüftet werden will.
Durch Zufall erfahren die Schwestern Allegra und Isobel, dass ihre geliebte Großmutter gar nicht ihre wirkliche Großmutter gewesen war. Sie können es nicht glauben und versuchen, den Dingen auf den Grund zu gehen. 
Es wird ein Tripp in die Vergangenheit.

Allegra ist die kühlere der beiden Schwestern. Sie ist knallhart und lässt emotional keinen Mann an sich heran. Sie nimmt sich, was und wen sie will, aber mehr ist sie nicht bereit zu geben. Woraus das Verhalten resultiert, erfährt man später auch noch, so dass man sie selbst besser verstehen kann.
Sam und Allegra haben es schwer, sich aufeinander einzulassen. Beide sind, was die beruflichen Interessen angeht, sehr zielorientiert, so dass beide keine Beziehung anstreben. Es findet ein Eiertanz der Gefühle statt, aber wie wird er ausgehen?

Es ist wieder ein zauberhafter Roman an traumhaften Orten. Man fühlt sich als Leser an Ort und Stelle versetzt und schaut sich dort mit den Augen der Autorin um.

Mit Allegra hatte ich anfangs meine Probleme, denn mit derartigen karriereorientierten Frauen habe ich so meine Probleme, aber das gab sich glücklicherweise mit der Zeit. 
Trotz allem jedoch nahm sie sich immer Zeit für Schwester und Mutter, was sie wieder sympathisch erscheinen ließ.

Erwähnenswert ist auch die Idee mit dem Adventskalender, dessen Sprüche nicht nur als Kapitelbeginn erscheinen.
Wer jetzt mehr darüber wissen will, dem kann ich nur raten, sich das Buch zu besorgen.
Von mir gibt es eine klare Kauf- und Leseempfehlung.

Bewertung:




Zur Autorin:
(Text übernommen vom Goldmann-Verlag)
Karen Swan arbeitete lange als Modejournalistin für Zeitschriften wie Vogue, Tatler und YOU. Sie lebt heute mit ihrem Mann und ihren drei Kindern im englischen Sussex. Wenn die Kinder sie lassen, schreibt sie in ihrem Baumhaus Romane.


Von Karen Swan wurden gelesen und rezensiert:
  


An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

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Mittwoch, 26. April 2017

[Rezension] Andreas Gruber - Sabine Nemez und Maarten S. Sneijder 03: Todesmärchen


Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 544 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (15. August 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442483123
ISBN-13: 978-3442483129
Größe und/oder Gewicht: 11,8 x 4,2 x 18,6 cm

Inhalt gem. Goldmann:
In Bern wird die kunstvoll drapierte Leiche einer Frau gefunden, in deren Haut der Mörder ein geheimnisvolles Zeichen geritzt hat. Sie bleibt nicht sein einziges Opfer. Der niederländische Profiler Maarten S. Sneijder und BKA-Kommissarin Sabine Nemez lassen sich auf eine blutige Schnitzeljagd ein – doch der Killer scheint ihnen immer einen Schritt voraus. Währenddessen trifft die junge Psychologin Hannah im norddeutschen Steinfels ein, einem Gefängnis für geistig abnorme Rechtsbrecher. Sie soll eine Therapiegruppe leiten, ist jedoch nur an einem einzelnen Häftling interessiert: Piet van Loon. Der wurde einst von Sneijder hinter Gittern gebracht. Und wird jetzt zur Schlüsselfigur in einem teuflischen Spiel ...

Zum Buch:
BKA-Kommissarin Sabine Nemez ist mit ihrer Ausbildung fertig. Sie wird ihrem ehemaligen Ausbilder, dem niederländischen Profiler Maarten S. Sneijder zugeteilt, was beide nicht unbedingt in Begeisterung versetzt. Sneijder nicht, weil er lieber allein arbeitet, Nemez nicht, weil sie weiß, wie schwierig die Zusammenarbeit mit Sneijder ist.

In Bern fand man eine weibliche Leiche, die seltsam drapiert aufgefunden wurde. Der Fall weist Parallelen zu einer Mordserie von vor 5 Jahren auf, aber der damaligen Killer Piet van Loon sitzt gut verwahrt in Haft. Gibt es einen Trittbrettfahrer oder wie kommt der Mörder auf die damalige Vorgehensweise?
Es dauert nicht lange und es gibt weitere Leichen.

Fast zeitgleich trifft die gerade mit ihrer Ausbildung fertige Psychologin Hannah Norland in Steinfels ein, um in der dortigen Anstalt für abnorme Rechtsbrecher eine Therapiegruppe zu leiten. Besonderes Augenmerk legt sie auf den Häftling Piet van Loon, sie ist nahezu besessen von ihm...

Nun bereits zum dritten mal ermitteln der Profiler Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez gemeinsam. Sie kennen sich von vorherigen Fällen und wissen sich zu nehmen, obwohl keiner von beiden die Zusammenarbeit angestrebt hatte.
Sehr bald stellt Sabine Nemez eine Gemeinsamkeit der Toten fest, sie haben alle einen Bezug auf die Märchen von Hans Christian Andersen.

Auch nach den beiden Vorgängern Todesfrist und Todesurteil gelingt es dem Autor Andreas Gruber mühelos, das hoch angesetzte Niveau zu halten.
Dieser Band ist der für den Profiler Maarten S. Sneijder persönlichste.

Die Handlung spielt hier auf drei Zeitebenen. Die erste Ebene ist die in der Gegenwart, in der der Mörder gesucht wird.
Um ein paar Tage zurückversetzt spielt der zweite, in dem Hannah, die Psychologin, sich intensiv mit dem Mörder Piet van Loon beschäftigt und die dritte Zeitebene gibt die Geschehnisse von vor 5 Jahren wider.
Obwohl sie scheinbar alle losgelöst voneinander sind, ergeben sie zum Ende ein großes Ganzes und werden ohne lose Enden aufgedribbelt.
Den Wechsel zu einer jeweils anderen Zeitebene lässt der Autor oftmals gern mit einem Cliffhanger enden, was die Spannung noch einmal anzieht.

Andreas Gruber gelingt es wieder mühelos, gleich von Beginn an Spannung aufzubauen und diese stetig zu steigern. Als Leser ist man mittendrin und mag das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. 
Die Handlung ist voller Wendungen und birgt einige Überraschungen in sich, die absolut nicht vorhersehbar waren.

Hervorragend in Szene gesetzt hat der Autor wieder die beiden Protagonisten Sneijder und Nemez. Sneijder kauzig und sehr speziell und Nemez wohl überlegt und vorausschauend. Die beiden ergänzen sich hervorragend und der Leser hat das Vergnügen, die beiden bei ihren Ermittlungen begleiten zu können.

Das Buch kann man separat für sich lesen, aber ich würde trotz allem empfehlen, mit Band 1 zu beginnen, schon um nur die Protagonisten Sneijder und Nemez kennenzulernen.


Auch dieser 3. Band um die beiden Ermittler hat mich völlig überzeugt und ich freue mich, dass es bald einen 4. Teil geben wird.
Auch dieses Buch erhält von mir eine klare Leseempfehlung.

Reiheninfo:
01: Todesfrist
02: Todesurteil
03: Todesmärchen 
04: Todesreigen (August 2017)

Bewertung:



Zum Autor:
(Text übernommen von seiner HP)
Andreas Gruber wurde 1968 in Wien geboren, studierte an der Wirtschaftsuniversität Wien, arbeitet halbtags im Büro eines Pharma-Konzerns und lebt mit seiner Familie und vier Katzen in Grillenberg in Niederösterreich.
1996 begann er mit dem Schreiben von Autorenportraits für das Magazin Space View und war 1999 mit einer Story Preisträger des NÖ Donaufestivals. Mittlerweile erschienen seine Kurzgeschichten in zahlreichen Magazinen, u.a. Alien Contact, Arcana, Criminalis, Nova, Fantasia, Nocturno, Omen, Orkus, Podium, Sperling, Phantastisch, Space View und dem Andromeda-SF-Magazin, sowie in Anthologien der Verlage Aarachne, Arcanum, Basilisk, BeJot, Beltz & Gelberg, Bertelsmann Club, Bielefeld, Blitz, Eloy, Fabylon, KBV, Midas, Otherworld, Pegasus, Richter, Schreiblust, Shayol, Sieben, Storia, VirPriV, Wurdack, Ulmer Manuskripte und Voodoo Press. Einige der Kurzgeschichten sind bereits in Fremdsprachen erschienen oder liegen als Hörspiel / Hörbuch vor. 
Mehr Informationen zum Autor gibt es HIER


Bibliographie und Rezensionen von Andreas Gruber findet ihr auf unserer Autorenseite

Von Andreas Gruber wurden gelesen und rezensiert:
        


 An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

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Montag, 24. April 2017

[Rezension] Juliet Ashton - Das Glück wohnt in der Ivy Lane



Leseprobe




Eckdaten:
Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag; Auflage: 1 (22. April 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499290464
ISBN-13: 978-3499290466
Originaltitel: The Woman at Number 24
Größe und/oder Gewicht: 12,5 x 3,3 x 19 cm

Inhalt gem. Rowohlt:
Notting Hill: ein Ort für Liebe, Familie, Freundschaft - und herzerwärmende Schicksale
Eigentlich wohnt Sarah gerne in der Ivy Lane im Westen Londons. Die Hausgemeinschaft ist bunt, man hilft sich aus. Doch seit kurzem ist die Idylle zerbrochen, denn Sarahs Ex-Mann wohnt jetzt ein Stockwerk tiefer - bei seiner neuen Frau. Sarah ist am Boden zerstört und sucht plötzlich die Nähe zu den anderen Nachbarn. Vor allem zu Jane und Tom, den neuen Bewohnern im Hochparterre. Sie helfen Sarah wieder auf die Beine. Trotzdem: Sich neu zu verlieben kommt für Sarah nicht in Frage. Ein Flirt mit Tom schon gar nicht. Schließlich möchte sie keine glückliche Ehe zerstören. Nur eins ist klar: Wenn das Glück in die Ivy Lane zurückkehren soll, dann muss ein Wunder geschehen. Oder am besten gleich mehrere …

Zum Buch:
Die Bewohner im blauen Haus in der Ivy Lane könnten unterschiedlicher nicht sein.
Sarah, die sich gemeinsam mit ihrem Mann Leo die Wohnung gekauft hatte und die diese gemeinsam renovieren wollten, sitzt nunmehr allein in der Wohnung. Leo hatte sich in Helena, die Mieterin unter ihnen, verliebt, Sarah verlassen und Helena geheiratet. Für Sarah eine schlimme Situation, sieht sie ihn doch immer wieder, hat aber nie die Hoffnung aufgegeben, ihn zurückzugewinnen.
In der Wohnung, in der früher Smith lebte, sind ganz frisch Jane und Tom eingezogen. Offen und herzlich gehen die beiden auf Sarah zu, so dass schnell eine Freundschaft entsteht. Während Jane eine gute Freundin für Sarah ist, kann sie mit den Avancen von Tom schlecht umgehen. Warum flirtet er so offensichtlich mit ihr und warum scheint es Jane nichts auszumachen?
Unten im Haus wohnt Mavis, eine Frau, die zu allen grantig und unverblümt ist. Ein freundliches Wort kann man von ihr nicht erwarten, im Gegenteil, immer schlecht gelaunt und mürrisch. Umso mehr erstaunte es, dass ihre Zwillingsschwester kurz vor ihrem Tod zu ihr gezogen ist und diese von Mavis bis zu ihrem Tod gepflegt wurde.
Neben Mavis wohnt eine junge Frau, die von ihrem Mann verlassen wurde, allein mit ihrer Tochter Una. Seit einiger Zeit spricht Una nicht mehr, was die Mutter ziemlich überfordert.

Jeder im Haus macht sein eigenes Ding und erst, als Jane und Tom einziehen und Sarah über die Mitbewohner im Haus befragen, merkt diese, wie wenig sie doch von den anderen weiß. Nicht einmal der Namen des kleinen Mädchens war ihr geläufig, wofür sie sich wirklich schämt.

So langsam aber findet bei den Hausbewohner ein Umdenken statt.
Sarah hat weiterhin die Hoffnung, dass Leo sich wieder auf sie besinnen wird, denn er verbringt doch wieder eine Menge Zeit mit ihr. Sie wagt auch eine Annäherung an die grantige Mavis, indem sie diese zum Essen einlädt. Immer wieder versucht sie, hinter deren Fassade zu schauen, aber diese blockt immer wieder ab.
Auch versucht sie, sich Una zu nähern, die sie an sich selbst als Kind erinnert. Es gibt viele Parallelen zwischen ihnen und sie will ihr helfen, zumal sie auch ausgebildete Kinderpsychologin ist, aber gerade ein Sabbatjahr eingelegt hat.

Die einzelnen Hausbewohner sind jeder für sich ein Unikat.
Die Geschichte wurde aus der Sicht von Sarah geschrieben, der Leser erhält aber nicht nur über deren Tun und Denken Kenntnis, sondern kann sich auch in die anderen Mitbewohner hineinversetzen. Man nimmt als Leser teil am Leben der Bewohner des blauen Hauses, man lebt, trauert und hofft mit ihnen.
Einige Geheimnisse gibt es ebenso aufzudecken wie das stetige Miteinander zu erleben, das gegenseitige Kennenlernen.

Juliet Ashton hat einmal mehr bewiesen, dass sie sich auch auf die leisen Töne versteht. Es ist eine einfühlsame Geschichte mit Höhen und Tiefen, Hoffnungen und auch Überraschungen. Freundschaft und Liebe beanspruchen ihren Teil genauso wie Enttäuschungen und Trauer.

Als Leser hat man zu Beginn des Buches keine Ahnung, wohin einen das Buch führen wird.
Sarah ist eine Protagonistin, die man einfach mögen muss. Ich habe sie nicht immer verstanden, schon gar nicht, dass sie von Leo nicht lassen konnte und in der Beziehung immer in einem Tagtraum lebte.
Aber ich mochte sie, ihre Art, Dinge anzugehen und auf Leute zuzugehen, auch wenn es dazu erst eines Anstoßes bedurfte.

Die Autorin Juliet Ashton hat es geschafft, mich mitzureißen, mit den Protagonisten mitzufiebern. Es fällt einem schwer, diese nach dem Lesen des Buches wieder gehen zu lassen, so sind sie mir ans Herz gewachsen.

Sehr gut gefällt mir auch die Skizze im Buch, anhand derer man erkennen kann, wo welcher Hausbewohner wohnt. 

Ein wunderbares Buch, das ich sehr gern weiterempfehle. 


Bewertung:


Zum Autor:
(Text übernommen vom Rowohlt-Verlag)
Juliet Ashton stammt aus Irland und lebt heute mit ihrer Familie und ihren Haustieren in London. «Ein letzter Brief von dir» ist ihr erster Roman.

Von Juliet Ashton wurden gelesen und rezensiert:
 


An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag
bedanken, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Sonntag, 23. April 2017

[Neuzugänge] der 16. KW 2017


Eine eher bescheidene Woche liegt hinter uns, aber keine, in denen wir nicht wieder ein paar Büchern ein neues Zuhause geben konnten.
Welche es diese Woche waren, könnt ihr hier sehen.
 
Kerrys Neuzugänge:
https://www.amazon.de/Angstm%C3%A4dchen-Thriller-Jenny-Milewski/dp/3453438809/ref=sr_1_1_twi_per_1?ie=UTF8&qid=1492896596&sr=8-1&keywords=angstm%C3%A4dchen

Kleeblatts Neuzugänge:
Staudinger, Nicole - Schlagfertigkeitsqueen 
Gruber, Felicitas - Kalte Sofie 04: Zapfig 


 

Kennt ihr bereits eines unserer neuen Bücher bzw. habt ihr sogar schon eines von ihnen gelesen?

Kerry und Kleeblatt

Samstag, 22. April 2017

[Verlagsvorstellung] vom Eden Books Verlag


Der Tag des Buches naht und es finden einige Veranstaltungen rund ums Buch statt.
Eine davon war, dass der Verlag Eden Books einen Tag der offenen Tür angekündigt hat.
Der Verlag war mir (Kleeblatt) bekannt, die Zeit hatte ich, also habe ich mich angemeldet und fand mich auch überpünktlich vor Ort ein.

  
Eden Verlag in Berlin


Da ich die erste der Besucher vor Ort war, hatte ich Gelegenheit, mich in aller Ruhe umzusehen.




aktuelle Vorschauen des Verlages

Als sich so langsam der Raum gefüllt hatte, ging es auch schon los.
Die Verlagsleiterin Jennifer Kroll und ihre Stellvertreterin und Lektorin Svenja Monert begrüßten uns und stellten ihren Verlag vor.

v.l.: Svenja Monert, Jennifer Kroll

Die einzelnen Verlage der Edel Germany GmbH

So erfuhren wir, dass der Eden Books Verlag erst 2012 gegründet wurde und Teil der Verlagsgruppe Edel Germany GmbH ist, die in Hamburg ansässig ist.
Ursprünglich kam der Edel Verlag aus der Musikbranche, und verlegt auch heute noch beispielsweise Jazzplatten.

Schmunzeln konnte man bei den vielen Vorschlägen von Titeln und Covern, die zur Findung des endgültigen Ergebnisses vonnöten sind. Unglaublich auch, unter welchen Aspekten diese vonstatten gehen. Da geht es nicht nur um rechtliche Dinge, wie etwa, ob es den Titel schon gibt. Fotos, Schriften, Wörter, Gestaltung, all das spielt eine Rolle. Hat der Verlag eine Wahl getroffen, kann es noch immer passieren, dass der Buchhandel sagt, mit dem Cover können wir das Buch nicht verkaufen. So durfte für ein Cover sogar mal auf Facebook abgestimmt werden.
Das war schon recht interessant, das alles mal zu hören.

Auch war zu erfahren, dass der Verlag ein Hauptaugenmerk auf Bücher legt, die Erfahrungsberichten gleichkommen. Persönliche Geschichten werden dabei erzählt, wie das von mir kürzlich gelesene von Mina Teichert "Neben der Spur, aber auf dem Weg".

Nach diesem offiziellen Teil standen die Mitarbeiter noch für diverse Fragen zur Verfügung. Diese Möglichkeit wurde nicht nur von mir genutzt, überall sah man Grüppchen intensiv im Gespräch.

Dabei erfuhr ich unter anderem, dass der doch recht kleine Verlag so 28 bis 30 Bücher im Jahr verlegt.
Viele der Bücher standen im großen Regal und bei der Durchsicht musste ich erkennen, dass ich davon doch schon einige gelesen habe.

Das war eine sehr interessante und vor allem informative Veranstaltung, an der ich sehr gern teilgenommen habe. 
Es gab auch ein Present vom Verlag.

Eden Books-Beutel mit Prospekt und Karten und für mich das

Hörbuch

Mein Dank geht an den Eden Books Verlag für die Einladung, die ich sehr gern angenommen habe. Wir wurden mit Getränken, Brezeln und Minimuffins versorgt und das alles in einer sehr netten und entspannten Atmosphäre.
Ich komme sehr gern wieder. 

Monika (Kleeblatt)