Sonntag, 25. September 2016

[Neuzugänge] der 38. KW 2016

Neue Woche, neue Bücher, so kennt man uns :-)
Auch diese Woche kamen Bücher zu uns, über die wir uns sehr gefreut haben. Ihr wollt wissen, welche? Dann schaut hier.
 
Hier nun unsere Neuzugänge der letzten Woche.
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Kerrys Neuzugänge:

Kleeblatts Neuzugänge:
Taylor, Ally - New York Diaries: Claire  
Beltaine, Mary / Stone, Kalitea - Ein sanfter Hauch von Ewigkeit 


 

    
Kennt ihr bereits eines unserer neuen Bücher bzw. habt ihr sogar schon eines von ihnen gelesen?

Kerry und Kleeblatt

Samstag, 24. September 2016

[Hörbuch-Rezension] Liane Moriarty - Das Geheimnis meines Mannes



Lese- und Hörprobe


Eckdaten:
Hörbuch-Download
Spieldauer: 12 Stunden und 49 Minuten
Format: Hörbuch-Download
Version: Ungekürzte Ausgabe
Verlag: Ronin - Hörverlag
Audible.de Erscheinungsdatum: 15. Mai 2015
Sprache: Deutsch
ASIN: B00XJRJVC4

Inhalt gem. Ronin:
„Nur im Fall meines Todes zu öffnen“, steht auf dem Brief, den Cecilias Mann an sie geschrieben hat. Ihr Mann ist nicht tot. Doch was hat er ihr zu sagen? Als sie John-Paul auf den Brief anspricht, verstrickt er sich in Lügen. Ein Grund mehr, den Brief zu lesen. Was sie darin erfährt, lässt ihr bisheriges Leben in einem ganz anderen Licht erscheinen. Wie gut kennt sie ihren Mann eigentlich? Und wie weit darf man gehen, um seine Familie zu schützen?

Zum Hörbuch:
Durch Zufall fällt Cecilia ein Brief ihres Mannes John-Paul in die Hände. Auf ihm steht "Nur im Fall meines Todes zu öffnen". Da er gerade auf Geschäftsreise ist, ist sie sich unschlüssig, wie sie sich verhalten soll, so dass sie diesen Brief beim abendlichen Telefonat erwähnt. Schon da merkt sie, dass er eigenartig reagiert, aber sie lässt den Brief trotzdem geschlossen.
Erst als er wieder zu Hause ist und ihr auffällt, wie er nach dem Brief sucht, ist ihr klar, dass sie ihn lesen muss.
Sie erfährt eine furchtbare Wahrheit über ihren Mann und sieht ihn nun mit völlig anderen Augen. Wird sie mit dem Geheimnis, das für sie nun keines mehr ist, leben können, will sie das überhaupt? ...

Der Roman dreht sich um drei Frauen, die doch recht verschieden sind. So verläuft die Geschichte anfangs auch in drei Strängen.
Cecilia und ihr Mann John-Paul leben mit ihren drei Kindern in Ruhe und Frieden. Einiges an ihrer Ehe stört Cecilia zwar und sie kann dafür keinen erkennbaren Grund finden, aber im Großen und Ganzen sind sie glücklich - bis zu dem unsagbaren Brief, der ihr ganzes Leben auf den Kopf stellt.

Tess ist verheiratet mit Will und gemeinsam mit ihrer Cousine und engen Vertrauten Filicity betreiben sie eine Werbeagentur. Filicity war in früheren Jahren immer pummelig bis fett, so dass sie immer mannlos durchs Leben ging. bis sie den Entschluss fasste, abzunehmen und sich gleichzeitig an den Mann ihrer Cousine, an Will, heranzumachen. Sie liebt ihn wirklich, schon seit Jahren und nun ist sie auf Gegenliebe gestoßen.
Als Filicity und Will Tess von ihrer Beziehung erzählen, die ja eigentlich noch keine ist, fällt für Tess ein Traum in sich zusammen. Immer dachte sie, dass sie mit Will ein gutes Team abgibt und dass sie eine gute Ehe führen, aber dieser Traum ist nun geplatzt. Sie schnappt sich kurzerhand ihren Sohn und fährt mit ihm gemeinsam zu ihrer Mutter. Nur gut, dass diese sich gerade einen Fuß gebrochen hat, so dass sie dort im Ort keine weiteren Lügengeschichten über ihre Anwesenheit erzählen muss.

Rachel, die dritte Frau im Bunde, hat vor Jahren ihre Tochter verloren. Sie wurde ermordet aufgefunden. Nun blieb ihr nur noch ihr Sohn, dessen Frau und Sohn. Diese erzählen ihr nun, dass sie für 2 Jahre nach Amerika ziehen und selbstverständlich auch ihren Sohn mitnehmen. Für Rachel bricht alles zusammen, da sie ihren kleinen Enkel dann nicht mehr regelmäßig sehen wird.
Da findet sie ein altes Videoband, auf dem ihre Tochter ist und der wahrscheinliche Mörder ihrer Tochter. Nun hat sie wieder ein Ziel, eine Aufgabe. Sie will, dass er bestraft wird und setzt alles darauf.

Für mich ist es bereits der 5. Roman der Autorin, jedoch mein erstes Hörbuch. Ich mag die Art, wie sie schreibt und ihre Geschichten.
Hier stellt sie dem Leser / Hörer drei völlig verschiedene Frauen vor und deren Lebensgeschichten, die anfangs so weit voneinander weg zu sein scheinen, dass man sich nicht vorstellen kann, wie sie zueinander finden sollen. Aber sie nähern sich an und ergeben ein komplexes Ganzes.

Das Geheimnis des Mannes ist bereits in der Hälfte des Buches kein Geheimnis mehr, aber nun geht es darum, wie damit umgegangen wird. Welche Konsequenzen gibt es.

Die Autorin legt ein Buch vor, das mich zum Nachdenken anregte. Wie weit würde man selbst gehen, um sich und die Familie zu schützen? Wo ist die Schmerzgrenze dessen, was man aushalten und noch mittragen kann? Schwerwiegende Entscheidungen müssen getroffen werden
Ich persönlich hätte anders reagiert als Cecilia. So ganz kann ich die ihrigen nicht nachvollziehen, aber glücklicherweise stecke ich auch nicht in dieser Situation.

Ich habe dieses Buch als Hörbuch erleben dürfen und das mit der Stimme der Schauspielerin Anke Lanak. Es war ein Erlebnis, der Stimme lauschen zu dürfen. Sie hat die Geschichte lebendig werden lassen, mit unterschiedlichen Stimmen gesprochen, so dass auch keine Zweifel aufkamen, wer gerade spricht. Kinderstimmen kamen kindlich rüber, so dass es sehr authentisch wirkte.

Die Kombination zwischen dem Können von Liane Moriarty, eine Geschichte zu erzählen und diese sprachlich wiederzugeben mit Anke Lanak ist absolut gelungen.

Ich empfehle diese Geschichte sowohl als Buch wie auch als Hörbuch sehr gern weiter.


Bewertung:


Zur Autorin: (übernommen von Ronin-Hörverlag)
Liane Moriarty ist eine australische Schriftstellerin und besaß schon immer die Leidenschaft zu lesen und zu schreiben. Die erste eigene Geschichte, "The mystery of deadman's isle", schrieb sie für ihren Vater, der ihr dafür ein Honorar von einem Dollar bot. Aber auch später schrieb sie Kurzgeschichten, einzelne Kapitel und vieles weitere, ohne daran zu glauben, jemals publiziert zu werden. Während des Studiums und als Teil dessen schrieb sie ihren ersten richtigen Roman, "Three Wishes" (dt. "Drei Wünsche frei"), welcher weltweit erhältlich war und schnell die Bestsellerlisten stürmte. Hierfür erhielt sie den Fred Rush Convocation Prize. Heute ist Liane Moriarty Vollzeit-Autorin und trifft mit ihren Büchern weiterhin den Geschmack ihrer Fans, so auch in ihrem aktuellen Buch "Vergiss ihn nicht".

Die Bibliographie von Liane Moriarty und unsere Rezensionen findet ihr auf unserer Autorenseite 

Von Liane Moriarty wurden gelesen / gehört und rezensiert:
  


An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Freitag, 23. September 2016

[Rezension] Henriette Boerendans - Die Null ist eine seltsame Zahl



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 36
ISBN: 978-3-905945-62-1
Erscheinungstermin: 27. Juli 2016
Format: Harcover

Verlag: aracari

Klappentext gem. aracari: 
Dieses Kunstwerk von Henriette Boerendans beweist, dass ein Zählbuch etwas ganz Besonderes sein kann. Anhand der Jungen, die unter anderem ein Elefant, ein Eisbär oder ein Tiger bekommt, lernen Kinder zählen und erfahren außerdem eine Menge interessante Dinge über die Tiere. Mit wunderschönen und farbenfrohen Holzschnitten des Elterntieres und ihrer Jungen.


Rezension:
Zahlen sind für Kinder etwas Abstraktes, was es schwer zu fassen gibt. Viele Kinder können zählen, doch sicherlich können wir uns alle erinnern, dass wir die Zahlen zwar in der richtigen Reihenfolge "runterrattern" konnten, aber die Bedeutung war uns damals noch unbekannt (mit dem Alphabet verhielt es sich bei mir genauso).  

Wer dennoch seinen Nachwuchs langsam an die Thematik "Zahlen" heranführen will, ist mit diesem Buch bestens beraten. Geeignet ist es für Kinder ab 3 Jahren. Erklärt werden die Zahlen von 1 - 10 sowie 50, 100 und der berühmt berüchtigten 0 anhand von Beispielen aus der Tierwelt. Diese kleinen Geschichten rund um eine jede Zahl sind mit niedlichen Zeichnungen bebildert und geschickt mit wissenswertem verpackt, dass sogar Erwachsene (in dem Fall ich) etwas dabei lernen können.

Diese kleinen Zahlen-Geschichten beinhalten immer Tiere und ihren Nachwuchs, sodass das Einfühlen eines Kindes in die Geschichte sehr leicht möglich ist. Auch sind die Zeichnungen so angelegt, dass die erlernte Zahl gleich "umgesetzt" werden kann in Form von Abzählen auf dem Bild.


Zahlen lernen leicht gemacht! Bei diesem Buch handelt es sich um ein tolles Lernbuch, welches die zahlen 0 - 10 sowie die Zahlen 50 und 100 umfasst und kindgerecht in niedlichen Zeichnungen darstellt. Besonders schön fand ich, dass neben den eigentlichen Zahlen an sich, auch noch interessante Fakten über die jeweilige (als Beispiel aufgeführte) Tierart spielerisch mit eingearbeitet wurden. Ich denke, ein solches Buch sollte jedem Kind zur Verfügung stehen, wenn es sich für die Zahlenthematik interessiert. Ich für meinen Teil werde es bei nächster Gelegenheit mit dem Nichtenkind durchgehen, da es im passenden Alter ist.



Bewertung

Die Autorin: 
Henriette Boerendans wurde 1966 in Delft geboren und studierte an der Königlichen Akademie für Bildende Künste in Den Haag. Heute lebt und arbeitet sie in Amsterdam.

Ihre Illustrationen wurden weltweit an verschiedenen Ausstellungen gezeigt und einzelne Holzschnitte sind in namhaften Museen zu finden, u. a. MoMa (Japan). 1998 und 2002 wurde sie für den «Niederländischen Grafikpreis» nominiert und im Jahr 2003 erhielt sie den «Kwak, van Daalen & Ronday Grafikpreis».

Mit ihren traumhaften und farbintensiven Holzschnitten begeistert Boerendans in ihren Kinderbüchern und macht sie zum Augenschmaus für Klein und Groß. Grundlage in ihren Büchern ist die Natur – meistens spielen Tiere die Hauptrolle, die in verschiedenen alltäglichen Situationen und Altersstufen gezeigt werden.

Das Buch »Die Null ist eine seltsame Zahl» ist ein weiteres Highlight in ihrer Werkliste. Kinder ab drei Jahren werden darin an die Zahlen herangeführt und erfahren nebenbei vieles über Tierbabys. Im Jahr 2014 wurde es für die «IBBY Ehrenliste» nominiert und im gleichen Jahr mit «Flagge und Wimpel» ausgezeichnet – auch wird es in einer Sonderausstellung für Kinder im Rijksmuseum Amsterdam gezeigt. (von Aracari übernommen)


Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich beim






bedanken, der mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

Donnerstag, 22. September 2016

[Rezension] Arno Strobel - Die Flut



Vorab ein paar Eckdaten:  
Seitenanzahl: 368
ISBN: 978-3-596-19835-1
Erscheinungstermin: 21. Januar 2016 
Format: Taschenbuch
Verlag: Fischer Verlage


Klappentext gem. Fischer Verlage:
Zwei Pärchen machen Urlaub auf Amrum. In dieser Zeit geschehen grausame Morde. Ein Superintelligenter ist am Werk, um nicht nur den perfekten Mord, sondern die „perfekte Mordserie“ zu begehen. Er entführt Paare und vergräbt nachts bei Ebbe die Frau bis zum Hals im Sand. Den Mann bindet er an einen Pfahl in der Nähe fest, so dass er dabei zusehen muss, wenn seine Frau bei Flut langsam ertrinkt.
Die beschauliche Insel Amrum hat er sich ausgesucht, weil dort normalerweise nie etwas passiert und ihm die entsprechenden Schlagzeilen sicher sind. Das ist es, was er möchte. Die ganze Welt soll erfahren, wie clever er ist. Und es sieht so aus, als hätte er damit Erfolg …

Rezension:
Michael Altmeier arbeitet als wissenschaftlicher Assistent an der Universität und privat ist er seit drei Jahren mit Julia Schönborn liiert. Diese arbeitet bei einer Bank, sodass finanzielle Sorgen bei dem Paar an sich kein Thema sind. In letzter Zeit war es sehr stressig, sodass vor allem Julia eines ist: urlaubsreif. Da kommt das Angebot von Michaels Kollegen Andreas Wagner gerade recht. Andreas und seine Frau Martina besitzen auf Amrun ein kleines Haus und bieten Michael nebst Julia an, dort ein paar Tage mit ihnen zu urlauben.

Kaum angekommen, muss vor allem Julia feststellen, dass nicht alles so paradiesisch ist, wie gedacht, denn gerade Martina erweist sich als echte Zicke, während Andreas den Weiberhelden gibt. Zum Glück ist das junge Paar nicht genötigt, seine ganze Zeit mit Familie Wagner zu verbringen, doch wirkliche Urlaubsstimmung will einfach nicht aufkommen. Hinzu kommt, dass ausgerechnet zu dieser Zeit ein Mörder sein Unwesen unter Urlaubern treibt. Ein Paar wurde entführt, die Frau am Meer im Sand vergraben, auf dass sie bei ansteigender Flut ertrank, während ihr Mann alles gefesselt mit ansehen musste, ohne helfen zu können. Der Täter selbst konnte unerkannt entkommen.

Derweil ermittelt Hauptkommissar Sven Harmsen unter Hochdruck auf der Insel, denn er weiß, dass der Mörder noch immer vor Ort ist. Tatsächlich hat er sogar den Verdacht, dass einer der Urlauber selbst der Mörder sein könnte und seinen Urlaub dazu nutzt, sich in seinen düsteren Bedürfnissen auszutoben. Schnell fällt der Verdacht auf Michael, denn dieser Mann hat etwas an sich, was Harmsen nicht geheuer ist und Michael hat kein stichhaltiges Alibi, ja schlimmer noch, immer mehr Indizien tauchen auf, die ihn mit dem Verbrechen in Verbindung bringen könnten. Michael ist fassungslos und versucht natürlich alles, um seine Unschuld zu beweisen, doch das ist gar nicht so leicht getan. In der Urlaubsgemeinschaft kriselt es immer mehr ...


Urlaubszeit = Mörderzeit! Der Plot des Buches wurde anschaulich und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders fasziniert empfand ich zu beobachten, wie immer mehr Spuren auftauchten, die Michael mit dem Verbrechen in Verbindung bringen und wie dieser fassungslos erkennen musste, dass augenscheinlich jemand ein ganz übles Spiel mit ihm spielt und ihn als Mörder abstempeln will. Ich war natürlich extrem gespannt, wie sich die ganze Geschichte auflöste. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Hier hat mich vor allem die Figur des Michael sehr beeindruckt, der anfänglich noch von einem schlechten Scherz ausgeht, als er des Mordes verdächtigt wird und im Laufe der Zeit feststellen muss, dass das alles gar nicht zum Lachen ist, denn jemand meint es furchtbar ernst. Ich fand es faszinierend zu beobachten, wie Michael mit dieser ganzen Situation umgeht. Etwas genervt war ich von den Figuren der Julia (bei der sich leicht alles zum Drama auswächst) und Martina, der Zicke vom Dienst. Den Schreibstil empfand ich als sehr spannend zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch (trotz kleiner Abstriche) fesselnde Lesestunden bereitet hat.

Bewertung: 

Von Arno Strobel bereits gelesen und rezensiert: (Es ist erst alles sichtbar, wenn der Adblocker für diese Seite ausgestellt wird)



Der Autor:
Arno Strobel, 1962 in Saarlouis geboren, studierte Informationstechnologie und arbeitete bei einer großen deutschen Bank in Luxemburg. Mittlerweile konzentriert er sich ganz auf das Schreiben und gehört zu den gefragtesten deutschen Thrillerautoren. Arno Strobel lebt mit seiner Familie in der Nähe von Trier. (übernommen von Fischer Verlage)







Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.

 
Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich mir geliehen.

[Rezension] Arno Strobel - Der Sarg



Vorab ein paar Eckdaten:  
Seitenanzahl: 384
ISBN: 978-3-596-19102-4
Erscheinungstermin: 17. Januar 2013 
Format: Taschenbuch
Verlag: Fischer Verlage


Klappentext gem. Fischer Verlage:
Köln wird durch eine Reihe fürchterlicher Verbrechen erschüttert. Jemand entführt mehrere Frauen und begräbt sie bei lebendigem Leib. Der Täter spielt der Polizei Hinweise zu, doch wenn ein Grab gefunden wird, ist die Frau darin bereits tot. Erstickt.
Zur gleichen Zeit hat Eva, eine erfolgreiche Geschäftsfrau Mitte 30, einen immer wiederkehrenden Traum. Sie wacht in einem Sarg auf. Gefangen, hilflos, panisch. Sie weiß nicht, wie sie in den Sarg hineingekommen ist, und später nicht mehr, wie sie ihn wieder verlassen hat. Doch irgendwann ist es vorbei, sie ist frei, liegt in ihrem Bett. Und bemerkt die Blutergüsse und Kratzspuren an Händen, Armen und Beinen …

Rezension:
Eva Rossmann ist Mitte 30 und eine erfolgreiche Geschäftsfrau. Doch anstatt den Glamour zu Leben, führt sie ein sehr zurückgezogenes Leben. Tatsächlich hat sie nur eine einzige Freundin: Wiebke Pfeiffer. Dieser vertraut Eva voll und ganz und Wiebke macht sich große Sorgen um ihre Freundin, denn das sie etwas belastet, ist kaum zu übersehen. Tatsächlich leidet Eva unter schrecklichen Alpträumen, in denen sie fortwährend in einem Sarg erwacht - ohne die Möglichkeit sich zu befreien. Auf Anraten von Wiebke ist Eva bereit, denn sie ist mit den Nerven völlig am Ende, einen Psychiater aufzusuchen, denn neben den Alpträumen hat sie in letzter Zeit auch vermehrt Aussetzer. Während dieser Aussetzer fehlt ihr jegliche Erinnerung und sie kommt wieder zu sich, ohne zu wissen, wie sie an diesen Ort gekommen ist oder was sie soeben noch getan hat.

Derweil taucht in Köln eine Frauenleiche auf, welche lebendig in einem Sarg vergraben wurde. Der Täter spielt mit den Ermittlern, denn er gibt ihnen Hinweise, wo das Opfer zu finden ist, doch den Beamten ist es nicht gelungen, das Opfer lebend zu retten. Bernd Menkhoff und Jutta Reithöfer ermitteln unter Hochdruck, doch erst als sie die Identität des Opfers herausfinden, gelingt es ihnen, eine erste Spur zum Täter aufzunehmen.

Tatsächlich handelt es sich bei eben jenem Opfer um die Halbschwester Eva Rossmanns. Die beiden hatten keinen Kontakt. Natürlich ermittelt die Polizei umgehend im Umfeld der Toten, doch es ist offensichtlich, dass der Ehemann mit diesem Verbrechen nichts zu tun hat. Vielleicht kann die Halbschwester ja einen Hinweis geben. Bedauerlicherweise kann Eva den Ermittlern nicht weiterhelfen, doch Menkhoff ahnt, dass es eine Verbindung geben muss. Immerhin ist Eva eine erfolgreiche, wohlhabende Frau und wäre zudem ein leichteres Opfer gewesen. Welchen Grund gab es, die Schwester zu töten? Oder hat das alles gar nichts mit dieser irritierenden Frau zu tun? Derweil versucht eine andere Frau in Köln ihr Leben mehr schlecht als recht zu meistern, was gar nicht so einfach ist, denn sie ist dem Täter näher, als sonst irgendein Mensch auf dieser Erde ...


Lebendig begraben! Der Plot wurde spannend  und abwechslungsreich erarbeitet. Ich muss gestehen, es hat diesmal etwas länger gedauert, bis ich alle Zusammenhänge erfasst hatte, denn die Fäden sind so geschickt gesponnen, dass ich mich von ihnen gerne in die Irre habe führen lassen. Die Figuren wurden facettenreich erarbeitet. Protagonistin Eva mag in den Augen der Öffentlichkeit eine gestandene Frau in den 30ern sein, welche über ein großes Vermögen und nicht wenig Einfluss verfügt, doch schnell merkt der Leser, dass ihr Naturell eher unsicherer Natur ist und sie durch die ganze verfahrene Situation mit ihren überaus realistischen Alpträumen am Rande des Zusammenbruchs ist. Den Schreibstil empfand ich als fesselnd-beklemmend erarbeitet, sodass ich mich gar nicht mehr von dem Buch lösen konnte - ich musste einfach wissen, wie es ausgeht. Abschließend kann ich sagen, dass dieses Buch eines meiner liebsten des Autors ist und mir wirklich spannende Lesestunden bereitet hat.

Bewertung: 


Von Arno Strobel bereits gelesen und rezensiert: (Es ist erst alles sichtbar, wenn der Adblocker für diese Seite ausgestellt wird)




Der Autor:
Arno Strobel, 1962 in Saarlouis geboren, studierte Informationstechnologie und arbeitete bei einer großen deutschen Bank in Luxemburg. Mittlerweile konzentriert er sich ganz auf das Schreiben und gehört zu den gefragtesten deutschen Thrillerautoren. Arno Strobel lebt mit seiner Familie in der Nähe von Trier. (übernommen von Fischer Verlage)







Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.

 
Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch bekam ich geschenkt.

 

Mittwoch, 21. September 2016

[Rezension] Thomas Nommensen - Arne Larsen 02: Wintertod



Leseprobe




Eckdaten:
Taschenbuch: 432 Seiten
Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag; Auflage: 1 (21. September 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499271982
ISBN-13: 978-3499271984
Größe und/oder Gewicht: 12,4 x 2,7 x 18,9 cm

Inhalt gem. Rowohlt:
Eine tote Frau. Lieblos verscharrt. Von niemandem vermisst.
Ein früher Wintereinbruch überzieht die Hauptstadt mit eisigem Frost, da wird auf einem verwilderten Friedhof in Berlin-Buch eine Leiche gefunden. Hauptkommissar Arne Larsen nimmt zusammen mit seiner Kollegin Mayla Aslan die Ermittlungen auf, doch die Spuren sind alles andere als eindeutig. War es Mord, oder sollte ein Suizid vertuscht werden? Und wie sind die Hinweise auf ein angeblich geheimes Haus Nr. 24 in der Waldsiedlung der DDR zu werten?
Gleichzeitig spielen sich seltsame Dinge an einer Berliner Grundschule ab: Ein Mädchen kritzelt mehrfach «Hilfe» in sein Aufsatzheft, und eine Lehrerin fürchtet ihre Schüler. Aber wie hängt das alles mit der toten Frau zusammen?
Gerade als Larsen und Aslan sich auf der richtigen Fährte glauben, machen sie einen weiteren grausigen Fund.
Hochsensibel und eigenwillig: Arne Larsen ermittelt in Berlin

Zum Buch:
Arne Larsen ist in die Hauptstadt gezogen und bestreitet sein privates Domizil in einer Berliner WG.
Da er neu in der Stadt ist und sich noch nicht so auskennt, wird er seiner Kollegin Mayla Aslan zugeteilt. Trotz seines höheren Dienstranges ist er ihr vorläufig untergeordnet.
Gleich am ersten Arbeitstag wird er mit seiner Kollegin zu einer Frauenleiche gerufen, die zufällig auf einem verlassenen Berliner Friedhof gefunden wurde. Obwohl davon ausgegangen wird, dass es sich bei dem Tod der Frau um Selbstmord handelte, lässt Arne der Fall keine Ruhe. Bei eigenen Recherchen findet er eine weitere Leiche, die eines kleinen Mädchens. Von da an laufen die Ermittlungen auf vollen Touren. Gibt es einen Zusammenhang zwischen den beiden Leichen, sind sie Mutter und Tochter und warum hat man sie gerade dort abgelegt? Fragen, die einer Antwort bedürfen...

Der nunmehr 2. Krimi des Autoren Thomas Nommensen ist auch gleichzeitig der zweite mit dem Hauptkommissar Arne Larsen.
Zu Beginn des Romans spielt dieser in verschiedenen Strängen. So geht es in einem um Arne Larsen, seine Ermittlungen und auch um Einblicke in sein Privatleben.

In einem weiteren Strang geht es um die Belange von Lea Zeisberg, einer Lehrerin, die nach einem halben Jahr Pause, während dessen sie ein traumatisches Ereignis verarbeiten musste, wieder bereit ist, zu unterrichten. Sie hat Angst vor ihren Schülern, hat sie das Erlebte doch noch lange nicht hinter sich gelassen. Trotz ihrer Ängste versucht sie, ihr bestes zu geben und für ihre Schüler dazusein. Sie bemerkt das wechselseitige Fehlen von 2 Schülern, traut sich jedoch nicht, damit zum Direktor zu gehen, in der Annahme, dass er das auf ihr vergangenes Trauma zurückführen wird. Sie fühlt sich mit ihren Ängsten allein gelassen und versucht selbst, ein wenig zu recherchieren.

Der 3. Strang führt den Leser zurück in vergangene DDR-Zeiten, in die Waldsiedlung, in der die DDR-Bonzen lebten, beginnend im Jahr 1979. Es werden Erinnerungen erzählt, wobei lange nicht erkennbar ist, wessen Erinnerungen es sind.

Diese 3 Erzählstränge werden einige Zeit parallel geführt. Lange ist nicht erkennbar, wie diese zusammenhängen. Sie ergeben aber letztendlich ein Gesamtkonzept, das zum Ende des Buches vollständig aufgelöst wird.

Bei diesem Krimi ist es mir nicht gelungen, eigene Ideen über die Auflösung zu entwickeln, zu verworren sind die Zusammenhänge, um sie sehen zu können.

Hauptkommissar Arne Larsen, dem ich im ersten Teil nicht allzuviel Sympathie entgegenbringen konnte, hat in meinen Augen eine Wandlung durchgemacht. Er ist zugänglicher und man erfährt auch ein klein wenig von ihm.
Hier in diesem Band ist seine Kollegin Mayla Aslan die etwas zugeknöpfte, von der es noch einiges zu erfahren geben wird. Der Autor gibt noch nicht allzuviel preis von ihr, macht aber Andeutungen, die schon mal auf die Protagonistin neugierig macht. 

Der Roman ist in kurze Kapitel unterteilt, die sich hervorragend lesen lassen.
Die Spannung, die der Autor bereits zu Beginn angesetzt hat, kann er halten und sogar steigern. Man fiebert dem Ende entgegen, will wissen, wie sich alles auflösen wird, was ist der Grund für all die Toten. Man kann und mag gar nicht aufhören zu lesen.

Mit diesem Roman bietet der Autor dem Leser nicht nur einen Krimi an, er führt den Leser ebenfalls zurück in DDR-Zeiten und in die Waldsiedlung, wo die Machthabenden saßen. 
Ebenso zeigt er Missstände im Schulwesen auf, wie mit ihnen umgegangen wird bzw. wie man sie einfach unter den Teppich kehrt. Nur nicht auffallen, nur nicht anecken.

Ein komplexer Krimi, spannend erzählt und Spannung haltend bis zum Schluss, mit Protagonisten, die noch lange nicht alles von sich preisgegeben haben. 
Man darf also weiterhin neugierig bleiben.

Bewertung:


Reiheninfo:
Arne Larsen 01: Dunkler Sommer
Arne Larsen 02: Wintertod

Zum Autor:
(Text vom Rowohlt-Verlag)
Thomas Nommensen, in Schleswig-Holstein geboren, zog vor dem Fall der Mauer nach Berlin und arbeitete dort als Musiker, Toningenieur, Dozent und Software-Entwickler. Seine Kurzkrimis und -thriller erschienen in zahlreichen Anthologien und wurden mit dem Freiburger Krimipreis, dem Agatha-Christie-Krimipreis und dem 1. Deutschen E-Book-Preis ausgezeichnet. Mit seiner Frau lebt er vor den Toren Berlins im brandenburgischen Panketal.






Von Thomas Nommensen wurden gelesen und rezensiert:
 

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei Thomas Nommensen und dem Verlag
bedanken, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Dienstag, 20. September 2016

[Rezension] Charlotte Link - Die Betrogene



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 640
ISBN: 978-3-7341-0085-7 
Erscheinungstermin: 2. September 2015
Format:
Taschenbuch
Verlag: blanvalet


Klappentext: gem. Random House:
Um ein glückliches Leben betrogen – so fühlt sich Kate Linville, Polizistin bei Scotland Yard. Kontaktscheu und einsam, gibt es nur einen Menschen, den sie liebt: ihren Vater. Als dieser in seinem Haus grausam ermordet wird, verliert Kate ihren letzten Halt. Da sie dem alkoholkranken Ermittler vor Ort nicht traut, macht sie sich selbst auf die Spur dieses mysteriösen Verbrechens. Und entlarvt die Vergangenheit ihres Vaters als Trugbild, denn er war nicht der, für den sie ihn hielt.



Rezension: 
Richard Linville wurde brutal ermordet. Der ehemalige Polizist hinterlässt lediglich eine erwachsene Tochter, doch für sie bricht eine Welt zusammen. Kate Linville ist selbst Polizistin bei Scotland Yard. Sie ist nicht besonders weit gekommen auf der Karriereleiter, wobei es ihr hier nicht unbedingt an fachlicher Kompetenz mangelt, sondern eher an sozialer und Ehrgeiz. Zu allem Überfluss ist sie auch keine Frau, der ein Mann einen zweiten Blick zuwirft. Kate hat keine eigene Familie, ihr Vater war ihr einziger Halt in ihrem Leben.

Kate nimmt sich kurzentschlossen Urlaub, reist nach Yorkshire und will selbst in dem Fall ihres Vaters ermitteln, denn den örtlichen Ermittlern traut sie nicht über den Weg. Nicht ganz zu Unrecht, wie sich herausstellt, denn DCI Caleb Hale mag einiges sein, aber sicherlich kein blendendes Vorbild für den Polizeidienst, denn in der Tat ist dieser alkoholkrank. Im Laufe ihrer Ermittlungen muss Kate jedoch feststellen, dass sie ihren Vater lange nicht so gut kannte, wie sie bisher angenommen hat.

Derweil machen Drehbuchautor Jonas Crane nebst Gattin Stella und Adoptivsohn Sammy gemeinsam Urlaub. Fernab jeglicher Technik und Mobilfunknetze wollen sie ein paar Tage wirklich nur als Familie verbringen, ohne an die Arbeit zu denken, sondern sich nur auf das Wesentliche besinnen. Die traute Familienidylle hält leider nur kurze Zeit an, denn die Vergangenheit holt die kleine Familie wieder ein ...


Wenn nichts so ist, wie es scheint! Der Plot des Buches wurde abwechslungsreich erarbeitet. Ich muss gestehen, die Story rund um Kate und ihren ermordeten Vater konnte mich leider nicht im erwarteten Maß fesseln, wohingegen ich bei den Passagen, in denen es um die Familie Crane ging, kaum dazu gekommen bin, Atem zu holen. Alles in allem würde ich sagen, es handelt sich um einen nicht ganz harmonischen, eher durchwachsenen Plot. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Die Figur der Kate wir mir jetzt nicht direkt unsympathisch, allerdings konnte sie auch nicht wirklich viele Sympathiepunkte bei mir sammeln. Irgendwie war diese Figur (wohl beabsichtigt) recht farblos. Stella Crane hingegen hat mich voller Begeisterung zurückgelassen. Ich hätte auf den ersten Blick nicht gedacht, dass solch eine Willensstärke in dieser eher zurückhaltenden Frau steckt - sie ist in meinen Augen der Wahnsinn. Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, wobei hier gerade bei den Passagen um Kate und die Ermittlungen zum Mord an ihrem Vater deutliche Längen auftraten. Abschließend kann ich sagen, dass dies leider eines jener Bücher der Autorin ist, das mir nicht so gut gefallen hat.

Bewertung


Von Charlotte Link bereits gelesen und rezensiert: (Das Laufbanner ist erst nach Deaktivierung des Adblockers für diese Seite sichtbar)


Die Autorin:
Charlotte Link, geboren in Frankfurt/Main, ist die erfolgreichste deutsche Autorin der Gegenwart. Ihre Kriminalromane sind internationale Bestseller, auch Im Tal des Fuchses und zuletzt Die Betrogene eroberten wieder auf Anhieb die SPIEGEL-Bestsellerliste. Allein in Deutschland wurden bislang über 26 Millionen Bücher von Charlotte Link verkauft; ihre Romane sind in zahlreiche Sprachen übersetzt.
Charlotte Link lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Frankfurt/Main. (übernommen von Random House)




Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch hatte ich mir irgendwann mal gekauft.