Dienstag, 17. Januar 2017

[Rezension] Mina Teichert - Finnischer Schnee von gestern



Leseprobe




Eckdaten:
Taschenbuch: 398 Seiten
Verlag: Amazon Publishing (20. September 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 1503940470
ISBN-13: 978-1503940475
Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 2,5 x 12,6 cm

Inhalt gem. Amazon:
Nach einem erneuten Fehltritt ihres Verlobten wird Vivien von ihren drei besten Freundinnen über Silvester nach Finnland entführt. Nur die vier Frauen, genau wie vor zehn Jahren und diesmal wirklich ohne Männer. Denn damals waren aus einer Silvesternacht zwei Ehen, ein One-Night-Stand und Viviens verhängnisvolle On-off-Beziehung entstanden. Jetzt wollen Vivien, Solja, die scheinbar perfekte Politikergattin, die Vorzeigepädagogin Meike und die sanfte Esoterikerin und Vierfach-Mama Esther ihre Probleme erst einmal auf Eis legen. Doch dank des finnischen Schnees, einer Menge Sekt und alten Geheimnissen, die ans Tageslicht drängen, avanciert der Urlaub schnell zu einem Selbstfindungstrip der besonderen Art.
Was hält der Finnland-Urlaub für Vivien und ihre Freundinnen in Sachen Liebe bereit?

Zum Buch:
Der Schock sitzt tief, als Vivien ihren Verlobten Christian mit einer anderen im Bett erwischt. 10 Jahre sind auf einmal auf ein nichts reduziert. Als sie dann auch noch einen Autounfall hat, verbünden sich ihre drei Freundinnen und legen fest, dass sie gemeinsam Silvester in Finnland feiern.
Vivien auf andere Gedanken bringen, Abstand gewinnen - soweit der Plan.
Solja, eine der Freundinnen, soll alles organisieren und schon kann es losgehen.
Die Männer bleiben zuhause, versorgen selbständig die Kinder, Handyverbot wird ausgesprochen, keine Zigaretten, Probleme werden zu Hause gelassen - was soll also den Trip nach Finnland stören? ...

Vivien hat die Nase gestrichen voll von Männern, ganz speziell von ihrem Ex-Verlobten Christian. Dieser letzte Seitensprung, den er sich geleistet hat, war definitiv auch sein letzter in ihrer Beziehung.
Leider hat sie auch in ihrem Job so einiges verbockt, so dass sie momentan gar keine Perspektive hat. Es passt ihr auch nicht wirklich in den Kram, dass ihre Freundinnen mit ihr nach Finnland reisen wollen, um dort Silvester gemeinsam zu verbringen. Schließlich begann vor 10 Jahren ihre Beziehung mit Christian in Finnland, wo sie schon einmal mit ihren Freundinnen zu Silvester dort waren. Solja, die zur Hälfte Finnin ist und die Frau eines zukünftigen Bürgermeisters, lädt ihre Freundinnen zu dem Trip nach Finnland ein, wo sie gerade bei ihrer Tante zu Besuch ist. Solja hat eine Villa geerbt, in der sie gemeinsam wohnen und feiern wollen, aber die Villa ist meilenweit von den Vorstellungen der Frauen entfernt und nicht nur das scheint in die Hose zu gehen.

Vier Freundinnen, die seit ihrer Schulzeit eng miteinander verbunden sind, auch wenn sie nicht mehr ganz so aufeinanderkleben wie zu dieser Zeit. Seit ihrer Schulzeit sind einige Jahre vergangen, Vivien lebt seit 10 Jahren mit Christian zusammen und ist Grafikerin geworden, Solja ist verheiratet mit einem Unternehmer, der nun in die Politik gehen will, Esther ist verheiratet und hat vier Kinder und Meike ist verheiratet und hat 1 Kind.

Natürlich bleibt es nicht aus, dass die 4 Frauen ihre Probleme mit auf Reisen nehmen, die Handys klingeln ständig und auch sonst sind sie reich gesegnet mit Pleiten, Pech und Pannen.
Dann gibt es auch noch Arwo, ein Mann, auf den Vivien immer wieder trifft und den auch Solja zu kennen scheint. Nur weiß sie so gar nichts gutes über Arwo zu berichten und lässt ihn mehr oder weniger links liegen.

Die Autorin Mina Teichert unterhält mit diesem Roman den Leser mit Humor und Einfallsreichtum.
Eine heruntergekommene Villa mit einem Bewohner, der ein Vielfraß ist, Typen, die wie Rocker aussehen, Ehemänner, die ständig anrufen, ein Typ, der sich sicher ist, Vivien zu kennen, geheimnisvolle Briefe und jede Menge Schnee machen die Geschichte rund.

Die 4 Freundinnen reden, schweigen, zanken und brüllen sich auch mal an, dass die Fetzen fliegen. Aber sie sind Freundinnen und auch wenn es schwer fällt, sie müssen sich zusammenraufen, denn es gibt Probleme, die gelöst werden wollen.

Ein wunderbarer Roman, der das Thema Freundschaft und Liebe beinhaltet.
Es macht Spaß, den Trip aus der Sicht von Vivien zu erleben, ihre Gedanken zu erfahren und bei den kleinen und großen Pannen der Reise dabei zu sein.
Oftmals musste ich grinsen, zu anschaulich hat die Autorin bestimmte Geschehnisse wiedergegeben. Das Kopfkino funktionierte gut, so dass ich alles bildlich vor Augen hatte.

Ein lockerer und humorvoller Roman, den man nicht aus der Hand legen mag. Eingekuschelt in eine Decke, einen Tee an der Seite und dieses Buch, was will man mehr? 
Ich habe mich köstlich amüsiert und empfehle das Buch sehr gern weiter.

Bewertung:


Zur Autorin:

(übernommen von Amazon)
Als Winterkind im Jahr 1978 in Bremen geboren, verfolgte ich zunächst hartnäckig das Ziel Kunstreiterin im Zirkus zu werden. Mit zwölf entschied ich mich um und beschloss Kinofilme zu machen, was mich über den Umweg der Fotografin ans Schreiben brachte. Mit meinem vorsichtigen Debüt Cherryblossom 1 und 2, als Mina Kamp veröffentlicht bei Knaur, gelang es mir 2013 als Autorin das Licht der Welt zu erblicken und mich in diese Art des Geschichtenerzählens zu verlieben. Wenn ich nicht gerade schreibe, helfe ich meinem Mann auf seinem Milchviehbetrieb in Niedersachsen oder bemuttere meine zwölfjährige Tochter Luna und deren Katzenbabys.

Von Mina Kamp / Teichert wurden gelesen und rezensiert:
 


An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei der Autorin

Mina Teichert  

bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Sonntag, 15. Januar 2017

[Neuzugänge] der 02. KW 2017


Nachdem wir die letzte Woche mal ausnahmsweise keine Neuzugänge posten konnten, geht es in dieser Woche wieder los.
Auch in 2017 werden wir uns nicht dagegen wehren, wenn neue Bücher bei uns einziehen wollen.

Diese waren es in der letzten Woche
(Die Laufbanner sind erst nach Deaktivierung des Adblockers für diese Seite sichtbar)

Kerrys Neuzugänge:
https://www.amazon.de/bescheidene-K%C3%B6nig-Murphy-Jasmin-Weinberger/dp/3942614197/ref=sr_1_1_twi_pap_1?ie=UTF8&qid=1484458862&sr=8-1&keywords=der+bescheidene+k%C3%B6nig+murphy

Kleeblatts Neuzugänge:
Winter, Claudia - Glückssterne 


Kennt ihr bereits eines unserer neuen Bücher bzw. habt ihr sogar schon eines von ihnen gelesen?

Kerry und Kleeblatt

Samstag, 14. Januar 2017

[Rezension] Morton Rhue - Asphalt Tribe



Vorab ein paar Eckdaten:  
Seitenanzahl: 224
ISBN: 978-3-473-58212-9
Erscheinungstermin: 1. Januar 2005 
Format: Taschenbuch
Verlag: Ravensburger


Klappentext: gem. Ravensburger
Sie sind zu acht und nennen sich "Asphalt Tribe" - ein Stamm, der auf der Straße zu überleben versucht. Rainbow, die an der Nadel hängt, und der Anarchist Maggot, 2Moro und Jewel, die sich auf dem Strich den Rausch der Clubbing-Nächte verdienen, OG und sein Hund Pest, die kleine Tears und Maybe, die Berichterstatterin. Maybe erzählt von Kälte und Hunger, von Sozialarbeitern und Zuhältern, von durchtanzten Nächten und verschlafenen Tagen, von Stolz und Erniedrigung. Doch der Preis der Freiheit ist hoch und fordert tödlichen Tribut. 


Rezension:
New York ist ein hartes Pflaster, nicht nur für die gewöhnlichen Bewohner der Stadt, sondern vor allem für die, die aus dem Raster gefallen sind, denn es gibt sie: die Straßenkinder. Die 15-jährige Maybe ist eines dieser Kinder, die ein Leben auf der Straße ihrem bisherigen Leben vorzieht. Maybe ist nicht dumm und doch ist es ein täglicher Kampf ums Überleben, um Nahrung, Obdach. Das Leben ist sehr hart, dort wo sie ist, doch sie hat Glück, denn sie ist nicht allein.

Sie hat sich einer Gruppe Straßenkinder angeschlossen, zusammen sind sie "Asphalt Tribe". Diese Gruppe beinhaltet acht Kids, die unterschiedlicher nicht sein könnten. OG zum Beispiel, der mit seinem Hund Pest durch dick und dünn geht oder auch Rainbow, die an der Nadel hängt und die immer tiefer im Drogensumpf versackt. Auch 2Moro und Jewel sind den Drogen verfallen und finanzieren ihre Sucht durch Prostitution in Nachtclubs.

Das Leben auf der Straße ist hart und dennoch - sie sind frei. Der tägliche Kampf ums Überleben zerrt an den Nerven von ihnen allen, doch als Gruppe geben sie sich Halt und eine gewisse Geborgenheit. Doch die Gefahren, die täglich auf sie lauern, werden immer bedrohlicher ...


New Yorks Straßenkids! Der Plot wurde abwechslungsreich erarbeitet. Erzählerin Maybe berichtet von den Alltäglichkeiten und Besonderheiten, die den Kids der "Asphalt Tribe" widerfahren. Sie beschönigt nichts, denn in einem solchen Leben gibt es einfach nichts zu beschönigen. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Eine jede Figur wurde einzigartig dargestellt, sodass ich keine Probleme hatte, sie untereinander zu unterscheiden, auch wenn die  Gruppe recht "groß" zu sein scheint. Sicherlich mochte ich den ein oder anderen lieber, allerdings will ich über die Figuren hier keine Wertung abgeben, denn ich weiß nicht, wie ich in solch einer Situation agiert hätte. Den Schreibstil kann ich nur als packend beschreiben, ich wollte immer wissen, wie es im Leben der Straßenkids weitergeht. Abschließend kann ich sagen, dass mir das Buch sehr gefallen hat, ich aber auch generell ein Fan des Autoren bin.


Bewertung

Der Autor: 
Nach einigen Jahren an einem New Yorker College schmiss Morton Rhue, eigentlicher Name: Todd Strasser, sein Studium, um sein Glück zuerst in einer Kommune und dann als Straßenmusiker in Europa zu suchen. Trotz seiner Schwierigkeiten mit Rechtschreibung und Grammatik schrieb Rhue Lieder und Gedichte für seine Freunde zu Hause und begann nach seiner Rückkehr in die Vereinigten Staaten ein Literaturstudium. Nach seinem Abschluss arbeitete er einige Jahre als Reporter für verschiedene Zeitungen. 1978 erschien sein erster Roman "Angel Dust Blues". Mit seinen Tantiemen gründete er eine Firma und begann Glückskekse zu produzieren, von denen er die nächsten zwölf Jahre bis zu seinem Durchbruch als Schriftsteller noch mehr verkaufen sollte als von seinen Büchern. (von Amazon übernommen)

  
Wie ich zu dem Buch kam: 
Das Buch habe ich mir geliehen.

Freitag, 13. Januar 2017

[Rezension] Mary Beltaine / Kalitea Stone - Ein sanfter Hauch von Ewigkeit



Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 292 Seiten
Verlag: Sieben-Verlag (1. September 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3864436052
ISBN-13: 978-3864436055
Größe und/oder Gewicht: 13,4 x 2,2 x 21,6 cm

Inhalt gem. Sieben Verlag:
Ein Strigoi, eine heißblütige Bordellbesitzerin und eine  verschwundene Schwester, deren Schicksal so eng miteinander verflochten ist, wie ein keltischer Knoten.

Dublin Anno 1760
Als Dragan Drakovic in einer stürmischen Samhain Nacht das Haus der Bordellbesitzerin Dorcas Kelly betritt, ahnt sie nicht, dass dieser geheimnisvolle Mann ihr Leben verändern wird.
Vom flammenden Feuer der Leidenschaft ergriffen, geben sie sich einer Liebe hin, wie sie nie hätte sein dürfen. Heiß, erotisch und brandgefährlich.
Dragans geheimnisvolle Vergangenheit und folgenschwere Ereignisse der Gegenwart brauen sich zu einer unheilvollen Gewitterwolke über ihnen zusammen.
Sie geraten in einen Strudel von Liebe, Verrat und Intrigen. Nachdem im Keller des Bordells fünf Leichen gefunden werden, spitzt sich die Lage zu und das Schicksal nimmt seinen Lauf.
Wird es für sie eine gemeinsame Zukunft geben?

Zum Buch:
Dragan Drakovic ist seit ewigen Zeiten ein Einsiedler. Nur der Hunger treibt ihn aus seiner Villa Druidenstone, der Hunger und die Gier nach Blut. Dragan ist ein Strigoi, eine Art Vampir, der schon seit unzähligen Jahren auf der Erde weilt.
Auf seiner Suche nach Nahrung gelangt er zu einem Bordell, in dem gerade eine junge Frau brutal gequält und vergewaltigt wird. Die junge Frau ist schon halbtot, als er sie aus den Fängen der Täter entführt und in Sicherheit bringt.
Als er später die Besitzerin des Bordells kennenlernt, Dorcas Kelly, gibt er sich ihr nicht als der Retter ihrer Schwester zu erkennen und behält auch sonst seine Geheimnisse für sich.
Für Dorcas ist er der geheimnisvolle Freier, der von ihr keine körperliche Liebe will, sondern sie nur malen möchte. Was hat es mit diesem Mann auf sich und warum fühlt sie sich ihm so nahe?...

Eine ungewöhnliche Liebe nimmt ihren Lauf, eine Liebe, die nicht sein darf.
Er, Dragan, ist ein Strigoi und bringt die Frauen um, denen er sich körperlich näherte. Sie, Dorcan, die Bordellbesitzerin, weiß nicht, was es heißt, jemanden zu lieben. Die wahre Liebe blieb ihr bei ihrem Job bislang verwehrt, aber Dragan berührte etwas in ihr, dem sie sich nicht verschließen kann.

Aber diese Liebe wird ihnen nicht gegönnt. Andere Frauen wollen Dragan, wollen ihn als Liebhaber. Auch wird er vom Sheriff gejagt für die Zerstörungen und Morde, die er angeblich verübt haben soll, die aber auf das Konto von ihm selbst und seinen Kumpanen ausgeübt wurden.
Auf die beiden Liebenden beginnt eine Hetzjagd, begleitet von Lügen, Morden und Verleumdungen.

Hach ja, waren meine erste Gedanken nach dem Zuschlagen der letzten Seite.
Mich hat an der Geschichte angesprochen, dass sie in Irland spielte, dass sie jedoch noch eine fantastische Liebesgeschichte beinhaltete, machte sie mir um so lieber.
Die Geschichte spielt im Jahr 1760 und ist einer wahren Begebenheit, zumindest einer real existierenden Person nachempfunden.

1761 wurde Dorcas Kelly als Massenmörderin und Hexe in Dublin zum Tode verurteilt. 
Die beiden Autorinnen Mary Beltaine und Kalitea Stone haben aus den geschichtlichen Daten eine eigene Geschichte geschaffen. Die Historie zeigt, dass hingerichtete Hexen meist aus Neid oder Verleumdungen zur Anklage gebracht wurden, so dass auch nicht wirklich urkundlich ist, dass die reale Dorcas Kelly auch eine Massenmörderin war.

Mit diesem Buch legen die Autorinnen eine Geschichte vor, die der Leser nicht aus der Hand legen kann. Einmal angefangen wird man regelrecht in die Story hineingezogen. Man leidet, liebt und agiert gemeinsam mit den Protagonisten und fiebert mit ihnen mit, dass ihre Liebe ihre Erfüllung finden möge.

Das Buch ist aber nicht nur durchströmt von Liebe, sondern auch von Gewalt, Besessenheit des Stärkeren, Verleumdungen, Morden und nicht zu vergessen von Sex. Ein wenig Vampirismus würzt die Geschichte und macht sie ein wenig paranormal und interessant.

Mich haben die beiden Autorinnen mit ihrem Werk überzeugt und ich hoffe auf eine weitere Zusammenarbeit oder vielleicht einer Fortsetzung? Mich würde es freuen.
Dieses Buch bekommt von mir eine klare Leseempfehlung.

Bewertung:



Zu den Autorinnen:
(übernommen von Sieben Verlag)
Mary Beltaine: 
Mary Beltaine lebt zurückgezogen zusammen mit ihrer Familie und Hund in der Mitte von Bayern.
Nach ihrem Sprachstudium arbeitete sie mehrere Jahre als Norwegisch Dozentin und Übersetzerin. Ihre Reisen führten sie stets dorthin, wo möglichst wenig Menschen und viel urwüchsige Natur zum Verweilen einlud.
Sie liebt die Einsamkeit, lange Spaziergänge in den Wäldern und die Stille der Nacht.

Kalitea Stone:
Kalitea Stone lebt mit ihrem Mann in einem kleinen Dorf im Hohen Westerwald. Sie braucht die Natur, den Wind, die wilden Wälder ihrer Heimat, um atmen zu können. Ihren Freiraum bekommt sie, sobald sie in die Geschichten ihrer Romanfiguren abtaucht. Schreiben ist für Kalitea kein Beruf, sondern Leben. Camping, grillen, ein gutes Buch lesen gehören ebenso zu ihr, wie Abende am Lagerfeuer oder im Kerzenschein.

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei den Autorinnen

Mary Beltaine und Kalitea Stone

bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Donnerstag, 12. Januar 2017

[Rezension] Silvia Konnerth - Törtchen zum Verlieben




Leseprobe



Eckdaten:
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1065 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 293 Seiten
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B01N5O57OW

Inhalt gem. HP der Autorin:
Die erfolgreiche Boulevardjournalistin Victoria liebt ihren Job über
alles. Für die Skandalreportage über eine geheimnisvolle Schriftstellerwitwe erschleicht sie sich sogar einen Posten als Köchin, obwohl Victoria überhaupt nicht kochen kann.
Als der Schwindel auffliegt, lässt sie sich auf einen ungeheuerlichen Deal mit ihrer neuen Arbeitgeberin ein und reist notgedrungen mit der Millionärin und deren übellaunigen Sohn nach Spanien.
Doch dann steht die gewiefte Journalistin plötzlich vor einer Entscheidung, die mehr mit ihren Gefühlen als mit dem Verstand zu tun hat. Kopf oder Herz – welche Schicksalskarte wird Victoria wählen?

Zum Buch:
Victoria ist eine Journalistin, die ihren Beruf liebt und so einiges tun würde, um die Karriereleiter ein Stückchen höher zu klettern.
Als sie den Auftrag erhält, die Schriftstellerwitwe Leonore von Himmelsthal zu interviewen ist guter Rat teuer. Diese hat sich seit dem Tod ihres Mannes sehr zurückgezogen und lässt niemanden an sich heran.
Da hat sie die Idee, sich in deren Haushalt als Köchin einzuschleichen, wohl wissend, dass sie keine Ahnung vom Kochen hat. Aber sie hofft auf ihr Glück und will das unbedingt durchziehen. Wider aller Erwartung gelingt ihr auch dieses Kunststück, nicht ahnend, dass Leonore genau weiß, wer sie ist und gedenkt, Victoria für ihre eigenen Pläne einzusetzen...

Alexander von Himmelsthal ist mit Madeleine, der Tochter seines Chefs, verlobt. Er steht kurz davor, die Firma zu übernehmen, da verschwindet sein Schwiegervater in spe von einem Tag auf den anderen, ohne zu hinterlassen, wohin er ist. 
Alexander steht kurz vor einem wichtigen Geschäftsabschluss, für den er dringend die Unterschrift seines Chefs benötigt, aber wie an ihn herankommen, wenn man nicht weiß, wohin er verschwunden ist?
Irgendwie gelingt es ihm zu erfahren, dass dieser sich in Andalusien aufhält, so dass er sich genötigt sieht, ihm nachzureisen.
Das gestaltet sich jedoch nicht so einfach wie gedacht, denn wie auch immer es dazu kam, er hat seine Mutter Leonore, deren falsche Köchin Victoria, den Gärtner / Bodyguard Miguel und die Haushaltshilfe Agnes mit im Schlepptau.

Die Autorin Silvia Konnerth verlegt den aktuellen Schauplatz Hamburg nach Granada, in Spaniens Sonne. Turbulenzen sind schon durch die vorgegebenen Konstellationen ersichtlich.
Victoria gelingt es zwar noch, inkognito nach Spanien zu reisen, dort jedoch kann dieses nicht mehr aufrecht erhalten werden.
Alexander ist mit dem Aufspüren seines Chefs beschäftigt, womit er sich ein wenig schwer tut. 

Es ist ein ausgesprochen amüsantes und kurzweiliges Buch, bei dem es einem schwer fällt, das Buch aus der Hand zu legen. Mit viel Charme beschreibt die Autorin das Zusammenleben und Agieren der Protagonisten, das mich mehr als einmal zum Schmunzeln brachte.
Die Beschreibungen der Kochversuche von Victoria verursachten bei mir ein Dauergrinsen, die coolen Reaktionen darauf von Leonore taten definitiv ihr übriges.
Leonore ist für mich die Protagonistin, die mich am meisten beeindruckt hat. Ihre Art ist erfrischend, die Gespräche mit ihrer künftigen Schwiegertochter Madeleine sind herrlich bissig und ihre Pläne sind hoffentlich von Erfolg gekrönt. Ich mochte sie von Anfang an, was nicht auf alle Protagonisten zutraf.
Mit Alexander habe ich mich ein wenig schwer getan, er war mir zu zielorientiert, was sich im Lauf des Geschehens jedoch relativierte.
Victoria ist eine Person, die man auch sofort ins Herz schließt. Auch wenn sie alles für ihren Job tun würde, kennt sie Grenzen. Sie ist warmherzig und versucht, das Beste aus der Situation zu machen. 

Die Geschichte erlebt der Leser mal aus der Sicht von Victoria, mal aus der von Alexander. Da die Namen vor jedem Kapitel angegeben sind, ist es auch für den Leser leicht, sich sofort in die jeweilige Person hineinzuversetzen.

Das ist nunmehr mein 3. Buch der Autorin und wie auch schon in den vorangegangenen konnte sie mich auch mit diesem Werk von sich überzeugen. Ihr Schreibstil ist leicht, spritzig und humorvoll. 
Mir hat es sehr viel Vergnügen bereitet, Victoria, Alexander und Leonore nach Andalusien zu begleiten. 

Ein Buch, das nicht nur am Strand gelesen werden möchte, sondern das zu jeder Zeit für humorvolle Unterhaltung sorgt.
Ich empfehle es sehr gern weiter.

Bewertung:


Zur Autorin:
(Text übernommen von Amazon)
Silvia Konnerth, 1980 in Frechen bei Köln geboren, schreibt Chicklit und romantische Komödien. 
Kaum Lesen und Schreiben gelernt, entdeckte sie die Magie des Geschichtenschreibens, wünschte sich, Schriftstellerin zu werden. Nach der Ausbildung zur Speditionskauffrau, dem Umzug in die Nordheide und der Geburt ihrer Tochter erfüllte sie sich 2014 schließlich mit "Knutschflecke gibt's später" diesen Traum. 2015 folgte »Mit Schirm, Charme und Kaktus«. 
Silvia Konnerth schreibt über Frauen, die sich dem Leben stellen, über Freundschaften und Familienbande. Und über die Liebe, ohne die es all dies nicht gäbe.



Von Silvia Konnerth wurden gelesen und rezensiert:

  


 An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei der Autorin 



bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hatte.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Mittwoch, 11. Januar 2017

[Rezension] Chris Priestley - Schauergeschichten vom schwarzen Schiff (Band 2)


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 240
ISBN: 978-3-8415-0344-2
Erscheinungstermin:
1. März 2015 
Format: Taschenbuch
Verlag: Oetinger


Klappentext gem. Oetinger: 
Gruseliges Seemannsgarn mit Gänsehaut-Garantie

»The Old Inn« steht gefährlich nah am Rand einer Klippe, und auf dem Ozean tobt ein schwerer Sturm. Als ein geheimnisvoller junger Seemann an die Tür des alten Hauses klopft und um Unterschlupf bittet, bringen die Kinder Ethan und Cathy es nicht übers Herz, ihm dies abzuschlagen. Während draußen der Sturm immer heftiger wird, erfährt der Fremde, dass die Kinder eine Vorliebe für schaurige Geschichten haben – was für ein Glück, dass sein Vorrat daran unerschöpflich ist. Die grausigste Entdeckung machen die Kinder jedoch, als der Sturm sich gelegt hat …


Rezension:
Das Wirtshaus "The Old Inn" ist das Zuhause von Ethan und seiner kleinen Schwester Cathy. Das Haus steht nah am Meer, sodass die Kinder, auch dank der Gästeschar der Vergangenheit, mit schaurigen Geschichten aufgewachsen sind und nach wie vor sind sie von diesen hell auf begeistert. Am liebsten sind ihnen die Geschichten, die auf oder am Meer spielen, denn immerhin gibt es da eine Verbindung zu ihnen selbst.

Die Mutter der Kinder ist bereits verstorben und als beide kurz nacheinander krank werden, geht ihr Vater ins nahe gelegene Dorf, um Hilfe zu holen. Derweil sind die beiden auf sich allein gestellt und als jemand Zugang zum Haus erhalten will, gehen sie davon aus, dass es ihr Vater ist. Doch weit gefehlt - ein Fremder bittet bei einem Sturm um Obdach und die Kinder gewähren es ihm, wird ihr Vater doch auch jeden Moment zurück sein.

Nach einem kurzen Kennenlernen und um zu Zeit zu überbrücken, erzählt ihnen der Fremde schaurige Geschichten rund um das Meer. Schnell vergeht die Zeit, doch der Sturm wütet weiter - wird ihr Vater es rechtzeitig nach Hause zu seinen Kinder schaffen und warum suchte dieser Fremde ausgerechnet im "The Old Inn" Schutz?


Der 2. Band der Schauergeschichten-Reihe! Bei diesem Buch handelt es sich um eine Sammlung von gruseligen Kurzgeschichten, die sich rund um das Thema Meer und Seefahrer drehen. Alles in allem fand ich die Geschichten sehr ansprechend, wenn sie auch immer etwas abrupt endeten. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Besonders gut hat mir die Figur der Cathy gefallen, die sofort, wie ich selbst, von dem fremden Seemann fasziniert war und das kleine Mädchen liebt es, sich zu gruseln. Ihr Bruder musste etwas mehr überzeugt werden, war mir aber auch sehr sympathisch. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch schöne Lesestunden bereitet hat.

Bewertung

Der Autor:
Christ Priestley ist Autor, Illustrator, Maler und Cartoonist. Seit er ein Teenager war, liebt er Grusel- und Geistergeschichten. Er hat bereits mehrere Kinderbücher veröffentlicht und lebt in Cambridge.  (übernommen von oetinger)

Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.



Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich mir geliehen.

Dienstag, 10. Januar 2017

[Rezension] Clarissa Linden - Unsere Hälfte des Himmels



Leseprobe




Eckdaten:
Broschiert: 448 Seiten
Verlag: Knaur TB (10. Januar 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426519011
ISBN-13: 978-3426519011
Größe und/oder Gewicht: 12,6 x 3,2 x 19 cm

Inhalt gem. Knaur:
Ein großer Schicksals-Roman über 2 Frauen und ihren Traum vom Fliegen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und über eine dramatische Mutter-Tochter-Beziehung.
Frankfurt in den 30er Jahren: Johanna und Amelie sind dicke Freundinnen, die eine gemeinsame Sehnsucht verbindet: Sie wollen Pilotinnen werden und den Himmel erobern. Doch dieser Traum scheint im Deutschland der Nazi-Zeit unmöglich zu sein. Trotzdem halten beide zunächst an ihm fest – bis Amelie sich in Johannas Fluglehrer verliebt. Ein folgenschwerer Verrat trennt die beiden Freundinnen schließlich für immer.
Kassel in den 70er Jahren: Amelies Tochter Lieselotte, die zu ihrer Mutter stets eine sehr distanzierte Beziehung hatte, wird plötzlich mit deren aufregender Vergangenheit konfrontiert. Allmählich lernt sie eine Amelie kennen, die sie hinter der kühlen Fassade niemals vermutet hätte – und ihr wird klar, dass diese Erkenntnis ihr eigenes Leben verändern wird.

Historisch fundiert, dramatisch und mitreißend: Ein Roman über ungelebte Träume, Frauen-Freundschaft und die erste Beziehung im Leben einer Frau – die zu ihrer Mutter

Zum Buch:
Amelie und Lieselotte sind zwei Frauen, die sich wenig zu sagen haben, obwohl sie Mutter und Tochter sind. Lieselotte wuchs bei ihrer alleinerziehenden Mutter Amelie auf, ohne je wirkliche Liebe empfunden zu haben. Die Großmutter, die bei ihnen lebte, lag ihr emotional näher als ihre eigene Mutter.
Nun lag Amelie nach einem Unfall im Koma und Lieselotte eilte pflichtgemäß an ihr Krankenbett. Sie zog vorübergehend bei ihrer Mutter ein und sah deren Papiere durch.
Dabei muss sie erkennen, dass sie die Frau, die ihre Mutter ist, gar nicht kennt. Auch deren junge Nachbarin Marga erzählt ihr von einer Frau, die sie so als ihre Mutter nie wahrnahm.
Wer genau war ihre Mutter? Kommt sie beim Durchstöbern der Unterlagen auch der Herkunft ihres Vaters auf die Spur, von dem sie so gar nichts weiß? ...

1935: Amelie und Johanna sind junge Frauen und Freundinnen, die ein gemeinsames Hobby haben, das Fliegen. Sie lernten sich über die Segelfliegerei kennen und waren so eng befreundet, dass nichts und niemand dazwischen passte. Aber sie wollen mehr und träumen von einer richtigen Ausbildung als Pilotinnen in Berlin, wofür sie auch alle Hebel in Bewegung setzen, um ihr Ziel zu erreichen. 
Johanna hat Dank ihrer Eltern die Möglichkeit, das Fliegen mit einer Motormaschine zu erlernen, in das sie von Felix, ihrem Fluglehrer eingewiesen wird. Als sich jedoch Amelie in Felix verliebt, scheinen sich die gemeinsamen Ziele der beiden Freundinnen voneinander zu entfernen.
Johanna, die ihrem Ziel so nah ist, kann das nicht zulassen und begeht einen Verrat an Amelie, das das Leben der beiden Freundinnen auf immer verändern wird.

1971: Lieselotte, Hausfrau, wird so richtig bewusst, wie abhängig sie von ihrem Mann ist, als es darum ging, zu ihrer Mutter zu gelangen, nachdem diese ins Koma gefallen war. Nicht nur, dass sie um Erlaubnis fragen muss, ob sie denn fahren darf, auch die Gefühlskälte, die ihr entgegengebracht wird, lässt sie aufhorchen. Sie fährt nach Kassel und atmet auf, mal nicht nur für ihren Mann dasein zu müssen, sondern auch mal eigene Entscheidungen treffen zu können. Vor allem gibt ihr der Abstand zu ihm die Möglichkeit, über ihr Leben nachzudenken und Bilanz zu ziehen. Was will sie und vor allem, was nicht mehr? Diese Reise zu ihrer Mutter verändert ihr Leben für immer.

Ein sehr emotionsgeladenes Buch, dass die Autorin Clarissa Linden dem Leser hier vorlegt.
Die Handlungen spielen auf 2 Ebenen, 1935 und 1971.
1935 ist die Zeit des Nationalsozialismus, freie Meinungsäußerungen sind nicht zielführend, sie können im Gefängnis enden oder sogar mit dem Tod. Der Widerstand arbeitet im Geheimen, denn die Braunen sind an der Macht.
Frauen haben es besonders schwer, ihr Platz soll zu Hause am Kochtopf sein und dem Land Kinder gebären.
So ist es für Amelie und Johanna besonders schwer, sich in einer Männerdomäne, der Fliegerei, zu behaupten. Frauen, die in den Anfängen der Fliegerei Großes geleistet haben, gab es schon, ebenso wie nennhafte Rekorde. Es ist ein Kampf gegen Giganten.

1971 kämpfen im westlichen Teil von Deutschland die Frauen noch um ihre Unabhängigkeit. Es wird gegen den § 218 protestiert, Frauen wollen selber entscheiden. Sie "unterstehen" ihren Männern, dürfen nur mit Genehmigung ihrer Ehemänner arbeiten gehen. Zeiten, an die man gar nicht mehr zurückdenken mag, aber die Zeit, in der Lieselottes Geschichte spielt. 
Sie eilt zu ihrer kranken Mutter und hat dort Gelegenheit, über ihr eigenes Leben Revue passieren zu lassen.

Die Autorin lässt die 30er wie auch die 70er Jahre wieder auferstehen.
Das Leben der Protagonistinnen, ihre Gefühle und Motive sind hautnah mitzuerleben. Man ist als Leser dabei, wenn sie fliegen, lieben, fühlen, leiden und ihre Leben leben. Man kann die Entscheidungen nachvollziehen, wenn auch nicht in jedem Fall akzeptieren.

Man erfährt ein wenig über die Fliegerei in den 30er Jahren, wie auch das Ringen um Gleichberechtigung in den 70er des vergangenen Jahrhunderts.
Das Buch verspricht gute Unterhaltung mit einem Touch Geschichte.

Natürlich darf auch in diesem Buch keine Katze fehlen. Die Autorin, als Katzenliebhaberin bekannt, lässt in jedem ihrer Bücher einen Katzenabdruck zurück, hier ist es der von Kater Cat Ballou.

Ich fühlte mich mit diesem Buch sehr gut unterhalten und empfehle es sehr gern weiter. 
Bewertung:


Zur Autorin:

(übernommen von Amazon)
Christiane Lind wuchs im niedersächsischen Zonenrandgebiet auf. Heute lebt sie mit einem Ehemann und fünf Macho-Katern in Kassel. Sie liebt Bibliotheken und Kunstmuseen, kann auf Zigaretten und Fleisch verzichten, nicht aber auf Latte Macchiato und ihren iPod. Die Sozialwissenschaftlerin arbeitete in unterschiedlichen Berufen, bis sie sich zur Jahrtausendwende selbstständig machte.
Christiane Lind war schon immer eine Leseratte, aber den Wechsel auf die Seite der Autorin hat sie ebenfalls mit dem Millenium vollzogen.




An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei der Autorin Clarissa Linden und der 
  
bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. 


Von Clarissa Linden / Christiane Lind / Chris Lind u.a. Pseudonyme wurden gelesen und rezensiert:

           

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt